Leserzuschrift 2014

2014 Stuttgarter Zeitung

20 Millionen Euro für eine Westrandbrücke, die das Verkehrsproblem der Region und vor allem der Gemeinde Remseck lindern soll. Verkehrsminister Herrmann ist sich bewusst, dass die Westrandbrücke keine grundsätzliche Lösung ist. Interimsweise sollen nochmals 8 bis 10 Millionen Euro für Optimierungen des Verkehrsflusses ausgegeben werden.

Das ist der Offenbarungseid eines Ministers, dem eigentlich der Titel eines Verkehrsverhinderungsministers zusteht. Es ist müßig Beispiele aufzuzählen, wie die Fahrradspur zwischen Cannstatt und Fellbach, die einen flüssigen Verkehr zum Stau führt, nur damit eine Handvoll Fahrradfahrer freie Fahrt haben.

Der beste Witz ist ja die Aussage, dass sich die Gemeinde an der Westrandbrücke beteiligen soll. Sie soll dafür bezahlen, damit der überregionale Verkehr, von vier Landesstrassen für alle Zeiten mit zunehmender Tendenz durch die Mitte von Remseck geführt wird.

Nicht zu verstehen ist, dass der neue Bürgermeister Schönberger bewusst nicht zu dieser Besprechung eingeladen wurde und die Anwesenden fasst alle diesem Vorschlag zugestimmt haben.

Ein Trost bleibt allen Gegnern der Westrandbrücke, die Neue Mitte mit Rathaus und Bürgersaal verschuldet die Gemeinde um mindestens 8 bis 10 Millionen Euro, der Tunnel in Hochberg wird auch einige Millionen erfordern, wo soll das zusätzliche Geld herkommen.

Fazit, es bleibt alles wie es ist, 33 000 Autofahrer stehen im Stau, hunderte von Anwohnern werden durch Kohlendioxid und Feinstaub vergiftet und Anwohner auf der falschen Seite des Neckars fahren über Schleichwege zu den Versorgungseinrichtungen der Stadt oder orientieren sich gleich nach anderen Gemeinden.