Leserzuschrift 2015 03

Stuttgarter Zeitung 2015 03 „Das regionale Bündnis für Straßenbauprojekte ist geplatzt“
Nordostring und Filterauffahrt haben keine Priorität.

Die Westrandbrücke, das Trojanische Pferd der SPD und Grünen.

Den Bürgern wird erzählt, dass Remseck zwei Brücken braucht. Eine Westrandbrücke für den regionalen Verkehr und eine Andriofbrücke für den überregionalen Verkehr. Der Nordostring und die damit verbundene Andriofbrücke wird aber von SPD und Grünen mit allen Mittel bekämpft. Die Vorgänge bei dem geplatzten regionalen Bündnis für Straßenbauprojekte zeigen überdeutlich, dass diese Parteien keine Verkehrsentlastung der Gemeinde Remseck wollen.

Es ist schon zynisch, wenn der SPD Landtagsabgeordnete Claus Schmiedel bei einer Bürgerinformation verkündet, dass man sich mit dem Bau einer Westrandbrücke ausschließlich auf die Verbesserung der regionalen Verkehrsströme zwischen den Landkreisen Ludwigsburg und Rems-Murr konzentriert.

Dem Publikum wird versichert, die Westrandbrücke zieht keinen zusätzlichen Verkehr an. Im gleichen Atemzug verkündet der Planer von Modus Consult, „Ob die Westrandbrücke zwei oder vier Fahrspuren haben soll, steht noch nicht fest“.

Keine Andriofbrücke außerhalb Remsecks, aber ein vierspuriges Monster durch die Mitte Remsecks, das zusätzlich durch eine ausgewiesene Grünzäsur geführt werden soll, dafür stehen SPD und Grüne. Wer glaubt, dass diese Brücke keinen zusätzlichen Verkehr anzieht und letztendlich kein Ersatz für die Andriofbrücke ist, ist naiv, oder lügt bewusst die Bürger und Bürgerinnen an.

Bereits heute fahren täglich 35 000 PKW und 5 000 LKW über die Neckarbrücke in Remseck. Durch die LKW Maut ist ein erheblicher Anteil dieses LKW-Verkehrs überregional mit steigender Tendenz. Sie nutzen die Abkürzung zwischen Pleidelsheim und der B10 und weiter auf die A8, um Kosten und Kilometer zu sparen.

Die Westrandbrücke führt den regionalen und überregionalen Verkehr für die nächsten 40 bis 50 Jahre durch Remseck.

Eine 150 seitige  Studie der Gegner des Nordostrings wird bejubelt. Hier werden die möglichen Gefahren für Flora und Fauna in epischer Breite dargestellt, aber die bereits bestehenden und mit der neuen Brücke stark ansteigenden Gefahren für Laib und Gesundheit von hunderten Remseckern durch Feinstaub, NO2  und Lärm werden ignoriert oder klein geredet.

Menschenverachtend!