Leserzuschrift 2015 10 09

Stuttgarter Zeitung „Bund bewertet den Nordostring“ vom 9.10.2015

Danke für diese Initiative, der Nordostring ist ein wichtiger Schritt zur Lösung der Verkehrsproblematik in der Region Stuttgart.

Wenn ich morgens in mein Auto steige, zeigt mir das Navigationsgerät um und in Stuttgart jede Menge gelb oder rot gekennzeichnete Strassen. Das heißt Staus oder Verkehrsstillstände. Die Verkehrssituation im Großraum Stuttgart wird immer unerträglicher. Offensichtlich will man dies in der Landesregierung nicht wahrnehmen.

Diese Situation ist auch die Ursache für Feinstaub und NO2 Vergiftung breiter Bevölkerungsschichten in Stuttgart und an weiteren Brennpunkten des Verkehrs wie in Remseck. Unabhängig davon ist der volkswirtschaftliche Schaden für die Region erheblich. Es grenzt in diesem Zusammenhang an ein Wunder, wenn Herr Dulger nur von einer „schleichenden Erosion von industrieller Produktion im Land“ spricht.

Offensichtlich sind Herrn Gastel von den Grünen oder den Gegnern „Arge Nord-Ost“ fruchtbare Äcker, Tiere und Pflanzen wichtiger als die Gesundheit der  Bevölkerung und die gesicherte wirtschaftliche Zukunft ihrer Kinder und Enkel.

Es zeigt auch von großer Naivität, wenn Herr Gastl den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs als Allheilmittel propagiert. Laut Bundesverkehrsministerium wird sich das Transportaufkommen auf den Strassen in den nächsten 15 Jahren um 80 % erhöhen. Ich frage mich, wie die Erfordernisse der Industrie und auch aus dem Internethandel, der nicht mehr aufzuhalten ist, durch den Ausbau des Nahverkehrs gelöst werden sollen.

Die LKW’s sind die größten Emissionsverursacher und wenn sie schon unverzichtbar sind, so sollten sie wenigstens aus den bewohnten Gebieten fern gehalten werden.

Ein Nordostring ist für die Menschen im Raum Stuttgart daher unverzichtbar.