Leserzuschrift 2016 02 16

Stuttgarter Zeitung vom 16 02 2016

Herrn Michel und seiner ARGE Nord-Ost ist offensichtlich die Verkehrssituation im Großraum Stuttgart nicht bewusst. Die Verkehrssituation ist für die Bewohner und Industrie unerträglich. Breite Bevölkerungsschichten werden durch Feinstaub und NO2 nicht nur in Stuttgart sondern auch an weiteren Brennpunkten wie in Remseck vergiftet.

Unabhängig davon ist der volkswirtschaftliche Schaden für die Region erheblich. Vertreter der Industrie sprechen schon von einer „schleichenden Erosion von industrieller Produktion im Land“.  Langfristig hat die katastrophale Verkehrssituation negative Auswirkungen auf den Industriestandort Stuttgart. Unser Wohlstand ist keine Selbstverständlichkeit.

Es ist ermüdend und naiv, wenn immer wieder der Ausbau des Nahverkehrs als alleiniges Heilmittel der Verkehrsprobleme vorgebracht wird.

Mit der Sanierung des Bestehenden ist es nicht getan. Laut Bundesverkehrsministerium wird sich das Transportaufkommen auf den Strassen in den nächsten 10 Jahren um 80 % erhöhen. Ich frage mich, wie die Erfordernisse der Industrie und auch aus dem Internethandel, der nicht mehr aufzuhalten ist, durch den Ausbau des Nahverkehrs  gelöst werden sollen.

Die LKW’s sind die größten Emissionsverursacher und wenn sie schon unverzichtbar sind, so sollten sie wenigstens aus den bewohnten Gebieten fern gehalten werden.

Ein Nordostring ist für die Menschen im Raum Stuttgart daher unverzichtbar.

Eines Rings, der die Verkehrsprobleme aller Gemeinden löst und auch die verkehrstechnische Voraussetzung  schafft, um die Region und speziell das Remstal für die Industrie und Menschen auch in Zukunft attraktiv zu machen.

Ich denke, die  Mehrheit der Regionalräte kümmern sich sehr wohl um Ihre ureigenen Aufgaben, nämlich um das Wohl der Menschen in unserer Region. Zum Glück gibt es noch Politiker die eine ganzheitliche Sicht der Dinge haben und nicht ideologisch/ökologisch verblendet sind.