Leserzuschrift 2016 04 13

Stuttgarter Nachrichten vom 13.04.2016 „Rechnet Dobrindt mit falschen Zahlen?“
Stuttgarter Zeitung vom 13.04.2016 "Kritiker werfen Dobrindt schwere Fehler vor"

Die Befürworter des Nord-Ost-Rings haben offensichtlich keine Chance ihre Argumente in der Öffentlichkeit vorzutragen. Den Gegnern, wie Herrn Michel von der Arge Nord-Ost wird die Gelegenheit geboten, ihre Sicht der Dinge darzustellen. Mit kleinkarierten Argumenten wird seit Jahren gegen ein Projekt polemisiert, das von entscheidender Bedeutung für den Großraum Stuttgart ist.

Es geht hier um zwei fundamentale Aspekte. Der Raum Stuttgart braucht eine vernünftige Infrastruktur, damit durch den heute permanenten Verkehrsinfarkt nicht die Zukunft dieser Region verspielt wird. Unser Wohlstand ist keine Selbstverständlichkeit. Weiterhin ist es wichtig, dass nicht hunderte von Anwohnern in den Städten durch den vom Durchgangsverkehr verursachten Lärm, Feinstaub und Stickstoffoxiden gesundheitlich geschädigt werden. Der Verkehr gehört nicht in die Städte, sondern außerhalb angesiedelt. Menschen sind wichtiger als Hasen und Gräser.

Gegen einen Nord-Ost-Ring zu sein und dafür den Bau einer Brücke mitten durch Remseck zu befürworten, ist der Gipfel des Zynismus. Diese Brücke soll Ersatz für den Nord-Ost-Ring sein und die steigenden Verkehrszahlen der Zukunft auch noch aufnehmen.

Die Befürworter der sogenannten Westrandbrücke in Remseck, wie Verwaltung und die Fraktionen im Gemeinderat von SPD und Grünen, sollten den Remseckern reinen Wein einschenken. Die Landesregierung sieht die Westrandbrücke als Ersatz für den Nordost-Ring an. Die Forderung nach einer zweiten Brücke außerhalb von Remseck ist daher illusorisch.

Der Bau einer Westrandbrücke führt für alle Zeiten den Durchgangsverkehr durch die Stadt Remseck, vergiftet hunderte von Anwohnern mit Feinstaub und Stickstoffoxid und verhindert eine langfristige Weiterentwicklung der Gemeinde über den Bau einer Neue Mitte hinaus.

Die Bürger in Remseck werden die Westrandbrücke durch einen Bürgerentscheid verhindern.