Leserzuschrift 2016 08 05

Stuttgarter Zeitung vom 5.8.16 „Stuttgart sagt weiter Nein zum Nordostring“

Das Stuttgart und das Umland den Spitzenplatz als Stauregion in Europa erlangt hat, ist offensichtlich noch nicht bei den Grünen und Politikern in Fellbach und Kornwestheim angekommen. Der Nordostring ist sicher nicht die alleinige Lösung unserer Verkehrsprobleme, aber ein wichtiger Baustein, um die Region für die Industrie und die Bewohner attraktiv zu erhalten. Das permanente Verkehrschaos hat mittelfristig Auswirkung auf den Standort Stuttgart. Unser Wohlstand ist keine Selbstverständlichkeit, dieser hängt auch von einer funktionierenden Infrastruktur ab.

Den Verantwortlichen in Fellbach ist scheinbar nicht bewusst, dass zukünftig erhebliche Verkehrsbelastungen auf sie zukommen. Durch die Sperrung der Remstalstraße in Remseck für Schwerlastwagen, die nach europäischen Recht zwingend notwendig ist, werden mindestens 2/3 dieses Verkehraufkommens in Richtung Fellbach gelenkt. Es ist gegenüber den betroffenen Bürgern unverantwortlich, den Nordostring zu verhindern, oder zumindest die sogenannte Andriofbrücke mit einem Durchstich hinter Hegnach als Kompromiss anzustreben. Fellbach, dass verkehrstechnisch zu den Gewinnern der letzten Jahre zählt, wird sich durch seine Kirchturmpolitik in die Reihe der Verlierer einreihen.