Mehrheit für den Nordostring – und dann?

Stuttgarter Zeitung vom 02.12.2016

Ihr Artikel „Mehrheit für Nordostring – und dann?“ vom 02.12.2016

Ich empfehle der so genannten Verkehrsexpertin Annette Sawade einen Blick in ihr Navigationssystem zu werfen. Da kann sie morgens und abends das tägliche Verkehrschaos in und um Stuttgart bewundern und dann zu behaupten, ein Nordostring ist unnötig, ist schon eine Anmaßung.

Dass das Projekt nicht von der Bevölkerung getragen wird, kann man nur behaupten, wenn man die Meinung des Herrn Michl von der Arge Nordost für die der Bevölkerung hält. Fragen sie doch mal die Anwohner der vielen Schleichwege des Ausweichverkehrs um Stuttgart oder die tausende von Autofahrern, die dem täglichen Staustress ausgesetzt sind, ob sie auch gegen den Nordostring sind.

Da das Projekt ja sowieso auf die lange Bank geschoben ist, werden eben nicht nur in Stuttgart, sondern auch in der Umgebung tausende Menschen weiterhin kontaminiert. Im heutigen Artikel zur Luftreinhaltung der Stuttgarter Zeitung wird auch auf die erhöhte Gefahr durch Stickstoffdioxid hingewiesen. Wenn es nicht zynisch wäre, könnte man davon ausgehen, dass durch permanente Vergiftung breiter Bevölkerungsschichten die Forderung nach reiner Luft in den betroffenen Bereichen demografisch wegen erhöhter Sterblichkeit langfristig irrelevant wird.

Es ist eben leicht, aus dem Berliner Elfenbeinturm zu urteilen.

„wir für morgen e.V.“

PS: Wie wäre es, wenn Sie bei diesem Thema nicht nur immer den Vorsitzenden der Arge Nordost zitierten, sondern auch eine Gegenmeinung aus dem Verein „wir für morgen e.V. „ einholen würden. Aus unserer Sicht ist Ihre Berichterstattung einseitig.

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