Der Südwesten zieht wenig Investoren an

Artikel der Stuttgarter Zeitung vom 05.05.2017
Bei Direktinvetitionen aus dem Ausland hinkt Baden-Württemberg hinterher. Nach Ansicht der IHK Region Stuttgart muss das Bundesland attraktiver werden.

Das Menetekel an der Wand. Was für ausländische Investoren gilt, gilt auch für Inländische Investoren. Verkehrschaos, Fahrverbote, Luftverschmutzung, Verteufelung von Unternehmern, beschränktes Raumangebot, teurer Wohnraum, sinkende Bildung, keine Fonds für Startups und Zukunftsfeindlichkeit (siehe Stuttgart 21) breiter Bevölkerungsschichten machen die Region Stuttgart unattraktiv für Investoren. Keine neuen Industrien, aber auf der anderen Seite zukünftige Verluste an Arbeitsplätzen durch eMobilität und Industrie 4.0 in der bei uns dominierenden Autoindustrie. Traurige Zukunftsaussichten für unsere Kinder und Enkel. Unser Wohlstand ist keine Selbstverständlichkeit. Ein Umdenken ist notwendig. Es ist zu befürchten, es ist zu spät. Andere Regionen haben die Zeichen der Zeit erkannt und handeln seit Jahren.
2017 Wenig Investoren

Dieser Artikel zeigt, wie wichtig unsere Forderung ist, die Wirtschaftskraft der Region Stuttgart zu erhalten und ist leider ein Indiz, dass Stuttgart bereits den Anschluss verloren hat.

Was sind die Voraussetzungen um neu/junge Unternehmen anzusiedeln.

  1. Günstige Start Up Finanzierungen
  2. Positive Einstellung von Verwaltung und Politik
  3. Funktionierende Infrastruktur wie Straßenverkehr und digitalem Netz
  4. Günstige und ausreichende Industrieflächen/Immobilien
  5. Gut ausgebildete Mitarbeiter und Hochschulintegration

Wie ist die Situation im Großraum Stuttgart?

  1. Es gibt keinen Start-Up-Fonds nach dem Muster in Bayern
  2. Laut Ministerin Hoffmeister-Kraut arbeitet man im Rahmen der Möglichkeiten an einem Gründerkonzept. Dies erfolgt leider 5 nach 12! Von der Verteufelung der Unternehmer abgesehen, gibt es auch unendlich viele verwaltungstechnische Hindernisse für Start-Ups und bestehende Unternehmen.
  3. Stuttgart hat den zweifelhaften Ruf, die Verkehrsstauhauptstadt Europas zu sein. Welche neue Firma mutet seinen Mitarbeitern den täglichen Staustress zu und wird nicht auch logistische Anforderungen an eine verbundene Industrie in seine Standortüberlegungen einbeziehen. Die digitale Infrastruktur ist fundamentale Voraussetzung für junge innovative Unternehmen. Der Ausbau erfolgt leider im Schneckentempo und lässt die viel gepriesene Priorität vermissen.
  4. Im Raum Stuttgart sind freie Flächen eine Rarität. Bei den wenig verfügbaren Raum gibt es erheblichen Widerstand bei Bürgern und Verwaltung diese als Industriegelände auszuweisen.
  5. Baden-Württemberg ist durch jahrelanges experimentieren in der Schulpolitik auf einen Mittelplatz des Bildungsstands in der BRD zurückgefallen. Diese Schulabgänger sind die Facharbeiter von morgen und sollen die höheren Anforderungen einer zukünftigen Berufswelt meistern. Studenten werden fachlich hervorragend ausgebildet, aber im Elfenbeinturm  der akademischen Bildung gehalten. Sie werden nicht auf den harten Weg einer innovativen und selbstbestimmten Zukunft eingestellt. Offensichtlich ist der sichere Weg einer abhängigen Beschäftigung das Ideal einer Lebensplanung.

 

 

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.