Artikel in der Stuttgarter Zeitung vom 26.03.2018

2018 03 Stuttgarter Zeitung Protest gegen NOR

 

Manchmal zweifle ich an der Fähigkeit des logischen Denkens der Nordostringgegner.
Es ist immer das Gleiche, eine Reduzierung von Verkehr in Stuttgart durch den Nordostring führt nicht zu reduzierter Kontamination. 100 000 zukünftige Anwohner des Nordostrings werden durch 60 000 Fahrzeuge geschädigt, obwohl bei der Trassenführung weit und breit kein Wohngebiet tangiert wird. Gleichzeitig wird der Verbrauch von landwirtschaftlich wertvollen Gebieten beklagt. Wenn aber heute durch die Mitte von Remseck 36 000 Fahrzeuge mit einem Lastwagenanteil von 20 % fahren, findet offensichtlich keine Kontaminierung der Bevölkerung statt. Dazu befürwortet man auch noch den Bau einer verkehrstechnisch optimierten Westrandbrücke durch Remseck, die quasi einen Ersatz für den Nordostring darstellt. Was für ein Zynismus.
Herr Rass hat ja recht, dass von den tatsächlichen Problemen abgelenkt wird. Die Politiker im Raum Stuttgart sehen tatenlos zu, wie der zu erwartende industrielle Niedergang der Automobilindustrie durch eventuelle neue Industrien aufgehalten werden könnte. Dazu muss diese Region Attraktiv gemacht werden, zum Beispiel durch eine funktionierende Infrastruktur. Wir sind aber die Stauhauptstadt Deutschlands und sehen nicht das Menetekel an der Wand, dass z.Z. mehr Firmen wegziehen, als neue gegründet werden.
Herr Gastel bestätigt nur die Zukunftsfeindlichkeit seiner Partei, wenn er bestätigt, dass eine Planung für den Nordostring, der vom Bund bezahlt wird, von der Landesregierung nicht vorgesehen ist. Weiter so, unsere Enkel zahlen die Rechnung.

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