Offener Brief

Offerer Brief an die Fraktionen und Verwaltung der Gemeinde Remseck

Remseck, den 30.01.2019

Sehr geehrte Damen und Herren der Fraktionen und sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

endlich wurden die Dimensionen der Westrandbrücke vorgestellt. Entgegen unseren Darstellungen hat sich folgendes geändert:

Um eine sechsspurige Brücke zu verhindern, hat man die Abbiegespuren für die Auffahrten von der L1100 (Aldingen) nach Norden verlegt und kann so den Neckar mit drei Spuren überqueren. Nicht dargestellt wurde – in den schlechten 3D Bildern – ein notwendiger tiefer Einschnitt von ca. 10 Metern in das Gelände auf der Aldinger Seite, um die Auffahrten auf das Nivea der Brücke zu bringen. Über das Schicksal des Jugendhauses, das unangebunden auf einer Verkehrsinsel steht, und des Sportplatzes bei der Neckargröninger Gemeindehalle wurden keine Aussagen getroffen. Der Anschluss der Mesley Du Maine Straße wird exotisch mit einer Serpentine auf Höhe LIDL realisiert.

Die Höhen- und Breitenangaben von uns wurden Grundsätzlich bestätigt und entsprechen unserer jüngsten Ballonaktion. Auf einen Brückenbogen wurde verzichtet, dafür erhält der Brückenkasten eine Höhe von 4,5 Metern.

Auch die Verkehrsbelastung bestätigt unsere Vermutungen:

Die Brücke wird für einen Volumen von über 40 000 KFZ pro Tag ausgelegt, wobei in den Spitzenzeiten des Verkehrs mit erheblichen Staus gerechnet wird (Qualitätsstufe D). Auch bei einem Bau eines Nordostrings, der unter den gegebenen Umständen wenig wahrscheinlich ist und von den Fraktionen SPD und Grünen abgelehnt wird, ist mit einer täglichen Belastung von ca. 33 000 KFZ zu rechnen.

Wie ist sichergestellt, dass die von Ihnen bezeichneten 8 Knotenpunkte zur Anbindung der Neckarquerung an die angrenzenden Landesstraßen leistungsfähiger sind als die aktuell bestehenden? Oder ist unser Verständnis Ihrer Pläne falsch, dass es an allen 8 Knotenpunkten Ampelanlagen geben soll? Weshalb soll der Verkehr an diesen, doch nur verschobenen Ampelkreuzungen besser laufen als er es jetzt tut? Gibt es dazu solide Simulationen? Wir befürchten, dass diese Knotenpunkte im weiteren Verlauf der Planungen wachsen müssen.

Fazit: Unsere Befürchtungen haben sich bestätigt

1. Verkehrsentwicklung

  • Die Westrandbrücke wird für den überregionalen Verkehr attraktiver und kann damit zu einem Ersatz für den Nordost-Ring werden. Außerdem: Die heutige Stausituation bleibt erhalten und wird nur neckaraufwärts verschoben.

2. Technische und landschaftliche Aspekte

  • Die Westrandbrücke verursacht einen gewaltigen Einschnitt in das Tal, ist mit einem enormen Flächenverbrauch verbunden und verschandelt die Landschaft.

3. Städtebauliche Aspekte

  • Die Westrandbrücke behindert jedwede langfristige städtebauliche Entwicklung.

4. Emissionen

  • Der Kern Remsecks wird durch Lärm und Abgase kontaminiert.

5. Umwelt

  • Der Flächennutzungsplan der Stadt Remseck wird nicht eingehalten. Wichtige Freiflächen werden sinnlos geopfert. Die Westrandbrücke zerstört eine Grünzäsur

Für uns schockierend war, dass sich alle Fraktionen, bis auf die FDP, im Rahmen der Haushaltsplanung für eine Westrandbrücke ausgesprochen haben. Besonders hat sich hier die SPD hervorgetan und unsere Bürgeraktion „wir für morgen e,V.“ abwertend angegriffen, ohne mit einem Wort auf unsere Argumente einzugehen.

„wir für morgen e.V.“ fordert Sie daher auf:

Stellen Sie Sich unseren Argumenten in einer öffentlichen Podiumsdiskussion, damit die Bürger der Gemeinde alle Argumente pro und contra aus erster Hand erhalten und Sie die Gelegenheit haben, klar zu bekennen, ob Sie für oder gegen eine Westrandbrücke sind.

Die Bürger haben das Recht, über so eine fundamental wichtige Entscheidung in einem Bürgerentscheid selbst zu bestimmen. 

Mit freundlichem Gruß

Der Vorstand

„wir für morgen e.V.“

Nachlese „Alternativen zur Westrandbrücke“ und „Vision 2030“

Liebe Bürgerinnen und Bürger Remsecks, verehrte Teilnehmer der gestrigen Veranstaltung „Alternativen zur Westrandbrücke“ und „Vision 2030“!

Herzlichen Dank, dass Sie am gestrigen verschneiten Abend den Weg so zahlreich zu uns gefunden haben.

Die Westrandbrücke ist eben nicht alternativlos! So können wir das Ergebnis des Vortrags zusammenfassen.

Ausdrücklich bedanken möchten wir uns auch an Ihrer konstruktiven Diskussion am Ende der Veranstaltung. Sowohl Befürworter, als auch Gegner der Westrandbrücke – und ebenfalls Befürworter und Gegner einer möglichen Nord-Ost-Umfahrung oder auch Nord-Ost-Ring – haben lebhaft, aber sachlich ihre Argumente ausgetauscht und besprochen.

Sie haben es sicherlich gespürt, wir suchen den Konsens – ja mehr noch: wir suchen nach einer gemeinsamen Lösung, die möglichst allen hilft!

Nochmals ganz deutlich machen möchten wir als Verein „wir für morgen e.V.“:

Die Westrandbrücke ist NICHT die Lösung – wir dürfen keine Autobahn durch die Mitte Remsecks bauen!

  • der Bau der Westrandbrücke würde eine großräumige Umfahrung und damit einen einigermaßen fließenden Verkehr für viele Jahrzehnte verhindern!
  • der Bau der Westrandbrücke würde eine vernünftige und zukunftsgerichtete urbane Entwicklung Remsecks für viele Generationen verbauen!

Ja, wir können uns eine neue „urbane Mitte“ in Remseck durchaus vorstellen (siehe Beitragsbild). Aber bitte dann eine wirkliche Mitte und kein maskiertes „Wohngebiet“ mit dem Charme einer Autobahnraststätte, welches uns von den Räten und vor allem von der Verwaltung in ihren Präsentationen ach so gerne als städtische „Mitte“ suggeriert wird.

Bitte diskutieren Sie unsere Vorschläge in Ihren Familien, mit Ihren Freunden und Nachbarn, in den Vereinen, in den Fraktionen und im Gemeinderat.

Bleiben Sie uns gewogen und wir freuen uns, Sie bei einer unserer nächsten Veranstaltungen wieder begrüßen zu dürfen.

Vortrag 24.01.19 / 19:00 Uhr im “Haus der Bürger”

Einladung zum Vortrag am 24. Januar um 19:00 Uhr zu den Themen

  • Alternativen zur Westrandbrücke – Lösungen ohne zu zerschneiden
  • Vorschläge zur Stadtentwicklung – die wir für morgen “Vision 2030”

Es gibt durchaus Verkehrskonzepte, die sowohl den staugeplagten Verkehrsteilnehmern hilft, ebenfalls unserer Umwelt und Natur zugute kommt und vor allem die Lebens- und Wohnqualität der Bürgerinnen und Bürger an den angrenzenden Städte und Gemeinden spürbar erhöht. Die Westrandbrücke ist in keiner Weise “alternativlos” Herr Oberbürgermeister!

Wir nehmen Sie mit in unsere “Vision 2030“, in der wir Ihnen ein völlig neues Konzept zur Stadtentwicklung Remsecks aufzeigen: denn wenn schon “Neue Mitte”, dann aber bitte richtig und nicht nur auf teurem Papier!

Nehmen Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, die verantwortlichen Räte und ebenfalls die städtische Verwaltung in die Pflicht: in Remseck ist 2019 Wahljahr!

Inhalt des Vortrags “Argumente gegen die Westrandbrücke”

Der Vortrag informiert Sie zunächst allgemein über die Verkehrsprobleme in Remseck und Umgebung, sowie über die Ursachen & Lösungsansätze. Als Verein “wir für morgen e.V.” zeigen wir unsere Sichtweise zu der geplante Westrandbrücke versus der Sichtweise der Stadtverwaltung Remseck und des Regierungspräsidium Stuttgart.

Vortrag vom 22.12.2018 im “Haus der Bürger” als PDF

Bitte beachten: jede weitere Veröffentlichung, Vervielfältigung, Verbreitung oder sonstige Nutzung – auch auszugsweise – bedarf der schriftlichen Genehmigung von “wir für morgen e.V.”

Vortrag 22.11.18 / 19:00 Uhr im “Haus der Bürger”

Westrandbrücke = Monsterbauwerk

Einladung zum Vortrag am 22. November um 19:00 Uhr zu den Themen

  • Verkehrsprobleme in Remseck und Umgebung: Ursachen & Lösungsansätze
  • geplante Westrandbrücke: Sicht von “wir für morgen” versus Sicht der Stadtverwaltung & RP

Remsecker Räte wollen endlich Pläne sehen

Artikel der LKZ

Stellungnahme zu dem Artikel der LKZ „Remsecker Räte wollen endlich Pläne sehen“.

Die Aussage, der Verein „wir für morgen“ hat Pläne der Westandrücke mit Datum 27.04.2018 auf seine Homepage gestellt, ist falsch. Wir haben diese Pläne nicht auf unserer Homepage veröffentlicht.

Die Aussage des Regierungspräsidiums, die Westrandbrücke sollte unter der Voraussetzung gebaut werden, dass der Nordostring nicht gebaut wird, weißt darauf hin, dass die Westrandbrücke für den regionalen/überregionalen Verkehr geplant wird.

Die Aussage des OB Schönberger, das Land habe ursprünglich geplant, die Brücke am Rathaus massiv auszubauen, wird auf schriftliche Anfrage beim Regierungspräsidium nicht betätigt. Es gibt keine Pläne in dieser Richtung.

Verein macht mobil gegen Brückenbau

Artikel der Ludwigsburger Kreiszeitung vom 12.11.2018

Die Stadt Remseck ist die einzige Gemeinde, die sich durch ein Bauwerk wie die Westrandbrücke den überregionalen Verkehr in die Stadt holt, da das Regierungspräsidium in Stuttgart davon ausgeht, dass der Nordostring, der eigentlich für den überregionalen Verkehr vorgesehen ist, nicht gebaut wird.
“wir für morgen e.V.” lehnen dieses monströse Bauwerk ab.

2018 11 LKZ WRB Ballonaktion

Westrandbrücke ist “ein Monsterbauwerk”

Artikel der Stuttgarter Zeitung vom 12.11.2018

Mit Ballons zeigt “wir für morgen” die Dimensionen der Auffahrt auf die Westrandbrücke neben dem Kriegerareal. Die Ballons zeigen den Verlauf der Fahrbahn bis zum Brückenkörper. Ein Riegel von bis zu 9 Metern Höhe teilt das Neckartal.

2018 11 SZ WRB Ballonaktion

Wirbel um Westrandbrücke

Artikel der LKZ vom 08.11.2018

Wir wollen die Gemeindeverwaltung zwingen, mit offenen Karten zu spielen. Die Bürger der Gemeinde sollten nicht erst über Planungsinhalte informiert werden, wenn Regierungspräsidium Stuttgart und das Verkehrsministerium entschieden haben. Nach Rückfrage beim RPS liegen 2 Varianten der Westrandbrücke zur Entscheidung vor. Letztendlich trifft das Verkehrsministerium eine finale Entscheidung. Die Verwaltung behauptet aber, es gibt noch keine entscheidungsreifen Pläne.

Die Bürger sollten ernst genommen werden.

2018 11 LKZ WRB