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Fahrverbot für LKW’s in Remseck

Der Verkehr wird nach Fellbach umgeleitet

Der Verkehr staut sich im Zentrum von Neckarrems um den Vier-Brücken-Knoten herum in 6 Richtungen. Alle Anlieger sind äußerst belastet, manche ungesetzlich überbelastet. Das Verkehrsaufkommen bei LKWs auf der Neckarbrücke, dem Brennpunkt des Verkehrs lag im Jahr 2005 bei 4200 pro Tag.

Da allein eine weiträumige Umgehungsstraße von Remsecks Mitte eine drastische Reduktion des Verkehrsaufkommens verspricht, aber dies Konzept in Form des Nordost-Rings von Verkehrsminister Hermann abgelehnt wird, versucht das Regierungspräsidium Stuttgart uns mit einer Scheinlösung Sand in die Augen zu streuen. Es erwägt, ab 2017, die Remstalstraße im Ortsteil Neckarrems (aber auch die Hauptstraße in Hochberg) für LKWs zu sperren (Stuttgarter Zeitung, 24.05.2016, Seite 21). Es besteht kein Zweifel, diese Straßen bedürfen, wie alle anderen Anlieger auch, dringend einer Entlastung. Überall hier besteht Handlungsbedarf. Allerdings werden in der Remstalstraße die zulässigen Höchstwerte überschritten. Mangels Alternative verfährt man nach dem Sankt-Florians-Prinzip. Die 1.300 LKWs über 3,5 Tonnen, die bisher in bzw. aus Richtung Waiblingen unterwegs sind, werden die Fellbacher Straße benutzen, um auf einem Umweg nach Hegnach und Fellbach zu kommen (siehe Abb. 3). Für die Anwohner der Fellbacher Straße macht sich die Stadt Remseck nicht stark, denn hier gelten die Grenzwerte als nicht überschritten (wurden auch nicht gemessen). Fairerweise müsste die Stadt nach Inkrafttreten des Verbots am Unteren Schloßberg Messungen vornehmen lassen. Fellbach, Waiblingen und Ludwigsburg reagieren skeptisch, denn der LKW Verkehr wird sich zu 2/3  auf die Gemarkung Fellbach verlagern.

Was ist ein Lkw-Verbot (Zitat Stuttgarter Zeitung):

Ein mögliches Lkw-Verbot in den beiden Remsecker Stadtteilen Neckarrems und Hochberg ist eine von zwei Maßnahmen des Regierungspräsidiums, um die Schadstoffwerte in der Stadt zu senken. Dabei ist es laut der Behörde offen, wie genau das Verbot … aussehen kann. Denkbar ist ein Fahrverbot zu gewissen Tageszeiten oder ein Verbot für Lastwagen ab einer bestimmten Ladungsgröße (mehr als 3,5 oder mehr als 7,5 Tonnen)

 

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LKWs bleiben in Remseck

2016 11 17 SZ LKW bleiben in Remseck

Als Remsecker bleibt man nur sprachlos zurück. Offensichtlich haben die Bürger in Remseck weniger Wert als in Fellbach und Waiblingen. Obwohl bei einer Sperrung der Remstalstraße der Schwerlastverkehr in Neckarrems nur verlagert werden sollte und die Anwohner des Schlossberges erheblich mehr Belastungen ausgesetzt würden, haben Stadt und Anwohner diesem Plan zugestimmt, um eine gerechtere Verteilung des Verkehrs in Raum Neckar und Rems zu erzielen.

Leider muss auch festgestellt werden, dass unsere Volksvertreter in Remseck nicht das politische Gewicht im Lande haben wie die der Gemeinden Fellbach und Waiblingen. Deren Kirchturmpolitik wird langfristig alle zu Verlierern machen. Einerseits gegen den Nord-Ost-Ring zu sein und andererseits den Verkehr im Nordosten der Region Stuttgart zum Stillstand zu bringen, hat Konsequenzen für die Industrie.

Ampel für bessere Luft verspätet sich

2017 04 20 SZ Ampel in Remseck

Die Pförtnerampel in der Remstalstraße führt zu einer Art Blockabfertigung des Verkehrs. Damit ein Block reibungslos über alle Ampeln der gesamten Anlage Neckarbrücke geführt werden kann, benötigt dieser Vorgang mehr Zeit als das bisherige Verfahren. Diese Zeit fehlt den anderen Verkehrsteilnehmern. Es ist zu befürchten, dass die Staus aus den Richtungen Ludwigsburg, Stuttgart, Winnenden und Fellbach länger werden. Offensichtlich wird dies jetzt den Experten im Landratsamt bewusst. Die Trickserei des Regierungspräsidiums kommt an seine Grenzen.

 

Schallschutz für die Fellbacher Straße

In einer Studie von 2010 wurden für den Fall einer Billingerbrücke bereits eine Schallschutzwand für die Fellbacherstraße vorgesehen.

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