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Neue Mitte

Remsecks Neue Mitte

Als Reform-Gemeinde hat Remseck offenbar ein Identitätsproblem. Auf der Suche nach identitätsstiftenden Essentials kam die Stadtverwaltung darauf, das Freie Feld in der topologischen Mitte der vereinigten Dörfer nicht als Park oder als Grünzug, sondern als „Stadtkrone“ architektonisch zu überhöhen, zu bebauen. Aber womit? Um kommunale Zentraleinrichtungen (Rathaus, Bürgersaal, Bibliothek) finanzieren zu können, müssen umliegenden Flächen profitabel veräußert werden.

http://www.stadt-remseck.de/de/Bauen+Wirtschaft/Neue-Mitte/Chronik

Ursprüngliche Planung der Neuen Mitte
Ursprüngliche Planung der Neuen Mitte

Ursprüngliche Planung

Die ursprüngliche Planung sah vor, auf dem Gelände des heutigen Rathauses ein neues Rathaus mit Bürgersaal und Bibliothek zu errichten. Die Gebäude waren in L-Form, mit einer Öffnung in Richtung Krieger-Areal geplant. Auf dem Krieger-Gelände sollen hochwertige Wohnungen und öffentliche Einrichtungen wie z,B. Ärztehaus und Einkaufsmöglichkeiten entstehen. Die Häuser entlang der Remstalstraße werden saniert oder durch Neubauten ersetzt. Auf der Neckargröningerseite entsteht ein neues Wohnviertel. Dieses Wohnviertel wird durch eine neue Straße begrenzt und die bisherige Straße verkehrsberuhigt. Dies gilt auch für die bestehende Brücke, die in Verlängerung der der neuen Straße durch die so genannte Westrandbrücke ersetzt wird. Investment

  • Neues Rathaus € 10Mio
  • Bürgersaal €   8Mio
  • Bibliothek €   4Mio
  • Die mittelfristigen Investitionen (NM, Sporthalle, Schule etc.) belaufen sich auf € 24Mio
  • Finanzierung
  • Einnahmen/Zusch. € 10Mio
  • Freie Rücklagen €   6Mio
  • Darlehen €   8Mio

Zeitplan

  • 2011 Städtebauliches Konzept
  • 2014 Architektonischer Entwurf der Phasen I, II und III
  • 2016 bis 2018 Rathaus
  • 2018 Abriss des alten Rathaus
  • 2019 bis 2020 Bürgersaal
  • Danach wird der Bau einer neuen Brücke notwendig, um die Neue Mitte weiter zu entwickeln
Ansicht der neusten Planung von Rathaus, Bürgersaal und Bibliothek
Ansicht der neusten Planung von Rathaus, Bürgersaal und Bibliothek

Aktuelle Planung der Neuen Mitte

Der aktuelle Plan sieht vor, in einer Ersten Phase Rathaus, Bürgersaal und eventuell eine Bibliothek zu bauen. Die weiteren Bauphasen sind bis auf weiteres verschoben. Das aktuelle Konzept hat sich geändert, Rathaus und Bürgersaal behalten ihre L-Form, aber sie schließen den Raum gegenüber Remstalstraße und Fellbacherstraße ab und erlauben so einen offenen Platz in Richtung Rems (Hechtkopf) und Neckar. Die Baukosten liegen noch nicht exakt vor, werden sich aber in der Größenordnung von € 30 Mio bewegen.

Neue Mitte, Stand 2016, Ansicht aus Richtung Hechtkopf
Neue Mitte, Stand 2016, Ansicht aus Richtung Hechtkopf
Neue Mitte, Stand 2016, Detailansicht
Neue Mitte, Stand 2016, Detailansicht
Raum zur urbanan Integration von Remseck
Raum zur urbanan Integration von Remseck
  • Remseck hat eine einmalige Lage an Neckar und Rems.
  • Remseck könnte sich langfristig zu einer idealen Wohn- und Arbeitsstadt entwickeln.
  • Remseck besteht aus 6 Teilorten.
  • Drei Teilorte haben Enklave-Charakter, da sie räumlich weit verteilt sind.
  • Drei Teilorte haben aber die Chance, langfristig zu einem urbanen Kern-Remseck zusammen zu wachsen.
  • Der Raum zur urbanen Gestaltung Remsecks liegt entlang des südlichen Neckarufers zwischen den Teilorten Aldingen, Neckarrems und Neckargröningen.

Remseck Vision 2050

Remseck Vision 2050 Remseck hat eine einmalige Lage an Neckar und Rems. Remseck könnte sich langfristig zu einer idealen Wohn- und Arbeitsstadt entwickeln. Hierzu ist der Bau einer „Neuen Mitte“ (rosa Fläche) ein erster vernünftiger Schritt. Dieser erste Bauabschnitt wird im Laufe der nächsten zehn Jahre realisiert. Um eine langfristige weitere Entwicklung der Stadt Remseck zu gewährleisten, ist eine Lösung der heutigen Verkehrsprobleme zwingend notwendig. Die jetzt geplante „Westrandbrücke“ ist hierzu total ungeeignet und muss als kontraproduktiv bezeichnet werden, weil sie die weitere Entwicklung endgültig unmöglich macht. Die Westrandbrücke würde die Neue Mitte gegenüber einer zukünftigen städtebaulichen Entfaltung abblocken und isolieren. Ziel einer „Verkehrskonzeption Remseck“ muss sein, den Durchgangsverkehr aus Remseck fern zu halten. Hierzu sind vier Maßnahmen notwendig.

  1. Bau einer „Nordumfahrung“ zwischen Ludwigsburger Straße Einmündung K1666 und Ludwigsburger Steig (K1692)
  2. sowie einer „Neckarquerung“ außerhalb Remsecks in der Nähe Hornbach/Straßenbahndepot.
  3. Dies hätte den Vorteil, dass heute lärmbelästigende und kontaminierte Straßen (z.B. L1100, Ludwigsburger- und Remstalstraße) sowie die heutige Neckarbrücke für den innerstädtischen Verkehr zurückgebaut werden könnten.
  4. Zusätzlich besteht dann die Möglichkeit die L1140 zwischen Anfang Nordumfahrung und Hegnach (gelbe Linie) für den ÖPNV zu nutzen. Eine Schnellbuslinie könnte ohne zusätzliche Maßnahmen realisiert werden.

Unter der Annahme, dass die Neue Mitte ein Erfolg wird, sollte ein Konzept für einen weiteren Ausbau geplant werden.

  1. Die Neue Mitte liegt am Rand einer Grünzäsur, es bietet sich an, diesen Raum auf dem rechten Neckarufer für einen Stadtpark zu nutzen (dunkelgrüne Fläche) und auf dem linken Ufer (hellgrüne Fläche) für Sport, Freizeit und Landwirtschafft frei zu halten.
  2. Um eine Stadt zu werden, die wirklich zusammenwächst, ist es zwangläufig notwendig, die freie Fläche zwischen Stadtpark und heutigen Industriegebiet (rote Fläche) zu nutzen. Hier könnten in einer zweiten Phase der Neuen Mitte dringend notwendige Wohneinheiten in erstklassiger Lage entstehen.
  3. In Verbindung mit einem wiederbelebten Industriegebiet (blaue Fläche) hätte man hier die Chance, eine Symbiose aus Arbeit und Wohnen entstehen zu lassen.
  4. Um die neu entstandenen urbanen Gebiete mit den bestehenden Stadtteilen zu verbinden sind Brücken notwendig. In der ersten Phase ist die bestehende Neckarbrücke so zu gestalten, dass sie nur für den öffentlichen und innerstädtischen Verkehr genutzt werden kann. In der zweiten Phase ist die heutige Schleusenbrücke als verbindendes Element zu Aldingen auszubauen.
So könnte Remseck in 20 bis 30 Jahren aussehen, ohne Westrandbrücke
So könnte Remseck in 20 bis 30 Jahren aussehen, ohne Westrandbrücke
Remseck Vision 2030
Remseck Vision 2030