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Westrandbrücke

Die Westrandbrücke das Brückenmonster

Die Verwaltung der Stadt Remseck wollen unsere Stadt an zentraler Stelle, nämlich an der „Neuen Mitte“ durch eine neue Straße mit einem Brückenmonster, der „Westrandbrücke“, zerschneiden um die geplante „Neue Mitte“ zu umgehen und den Durchgangsverkehr zu optimieren.

Diese monströse Brücke (Westrandbrücke), die als Ersatz für die dringend benötigte Nordostumfahrung Stuttgarts (Wir wollen die Andriof-Brücke) herhalten soll, verewigt den Stau in unserer Mitte.

Anstatt mit allen Hebeln der Macht und kritischen Vernunft diese einzig allein für die Zukunft der Region notwendige Maßnahme zu forcieren, wird den Bürgern von Remseck eine neue Brücke mitten durch die Stadt schmackhaft gemacht. Ohne zu sagen, dass dadurch der Durchgangsverkehr mit zunehmenden Lastwagenaufkommen (Kein Lastwagen-Korridor durch Remseck) auf ewig durch unsere grüne Stadt laufen wird. Wollen wir Remsecker das? Wir wollen über die Zukunft unserer Stadt mitentscheiden. Wir wollen uns unsere Stadt nicht verbauen lassen. Wir wollen einen Bürgerentscheid!

Das Verkehrskonzept der Neuen Mitte in Remseck

Das Verkehrskonzept der Neuen Mitte in Remseck

  • Bau einer Westrandbrücke
  • Sperrung der alten Brücke für den öffentlichen Verkehr
  • Sperrung der Remstalstrasse für den öffentlichen Verkehr
  • Verlagerung der Verkehrsströme maßgeblich auf die Fellbacher Strasse
Die heutige Neckarbrücke ist ein Nadelöhr für den Verkehr

Die heutige Neckarbrücke ist ein Nadelöhr für den Verkehr

  • 30 000 bis 40 000 PKW fahren täglich über diese Brücke
  • Der LKW Verkehr soll auf wenige Strassen konzentriert werden
  • Der Lieferverkehr für das Remstal, eines der Industriezentren der Region, erfolgt immer über eine der alternativen Neckarquerungen in Remseck
  • Ein LKW verursacht ca. 8 bis 10 mal mehr Lärm und Feinstaub als ein PKW
  • 5000 LKW pro Tag fahren durch die Mitte von Remseck
Das heutige Verkehrsaufkommen in Remseck

Das heutige Verkehrsaufkommen in Remseck

  • Bereits heute hat Remseck eine erhebliche Verkehrsbelastung
  • 4200 LKW pro Tag
  • 36000 PKW pro Tag
  • Mit der Westrandbrücke verdoppelt sich die Verkehrsbelastung in Richtung Fellbach
  • 3400 LKW pro Tag und
  • 25000 PKW pro Tag
Die Westrandbrücke ist keine Lösung

Die Westrandbrücke ist keine Lösung

  • Diese Brücke zerschneidet Remseck für immer.
  • Sie verewigt den Stau.
  • Sie nimmt steigende Verkehrszahlen auf, da sie verkehstechnisch optimiert wird (Dreispurig, Kreisverkehre)
  • Sie verschiebt die Probleme Remsecks um 300 Meter und 30 Jahre.
  • Sie liegt in einer Grünzäsur, die für die Frischluftversorgung von Aldingen notwendig ist.
  • Sie verhindert den langfristigen Ausbau der Neuen Mitte entlang des Neckars.
  • Die Baukosten müssen maßgeblich von der Gemeinde getragen werden.
  • Die Emissionen (Schall, Feinstaub, Stockoxid) bleiben in Remseck. Sie werden nur an eine andere Stelle verlagert.

Die Westrandbrücke wird zum Ersatz für den Nordostring, weil es dann keinen Nordostring mehr geben wird .

Die Westrandbrücke müss über die Stadtbahn geführt werden

Die neue Brücke muss in eine Höhe von ca.12 Metern über die L1100 geführt werden, da die Oberleitungen der Stadtbahn überbrückt werden müssen.

  • Höhe Oberleitung               7 Meter
  • Abstand zur Oberleitung    1 Meter
  • Brückenkasten                   3 Meter
  • Belag / Geländer                1 Meter
Die Westrandbrücke wird etwa 12 Meter höher als die heutige Brücke und überbrückt den Neckar in 18 Meter Höhe

Die Westrandbrücke wird erheblich höher

Die Westrandbrücke wird etwa 12 Meter höher als die heutige Brücke und überquert den Neckar in 18 Meter Höhe

Schwierige Topographie für die Westrandbrücke<br />

Schwierige Topographie für die Westrandbrücke

Das Gelände steigt auf der Aldingerseite des Neckars steil an, daher ist die Anbindung der Landesstraße L1100 sehr aufwendig und nur mit erheblichen Erdbewegungen und Flächenverbrauch realisierbar. Die roten Zahlen sind Höhenangaben des Geländes.

Dies ist ein Bild der Billingerbrücke. <br />
Die Westrandbrücke wird ähnliche Dimensionen haben.<br />
Ansicht vom Schloßberg
Dies ist ein Bild der Billingerbrücke.
Die Westrandbrücke wird ähnliche Dimensionen haben.
Ansicht vom Schloßberg
Billingerbrücke/Westrandbrücke, Ansicht von Aldingen
Billingerbrücke/Westrandbrücke, Ansicht von Aldingen
Flächennutzungsplan 2015
Flächennutzungsplan 2015

Grünzäsur wird durch die Westrandbrücke zerstört

Laut Flächennutzungsplan von 2015 besteht eine Grünzäsur zwischen Aldingen und Neckargröningen. Dieser Grünzug ist für die Frischhluftversorgung von Aldingen und Neckargröningen notwendig. Die Trasse der Westrandbrücke führt durch diese Grünzäsur.   Grünzäsur

Schallbelastung des Schloßbergs
Schallbelastung des Schloßbergs

Schallstudie 2010

Im Rahmen einer Schallstudie wurde durch das Regierungspräsidium die Schallbelastung des Schloßberges bei der Realisierung einer so genannten Billingerbrücke errechnet. Diese Brücke entspricht etwa der Westrandbrücke. Interessant ist hierbei, dass von einer Schallschutzmauer ausgegangen wird. Bei einer Schallschutzmauer wird  keine Grenzwertüberschreitung der Schallbelastung auf dem Schloßberg errechnet. Leider ist der Umfang dieser Studie zu groß, um sie auf unserer Internetseite veröffentlicht zu können.Die Remseck betreffenden Seiten sind hier aufgeführt. 2010 Schallschutz 1 2010Schallschutz 2 Schallgrenzwerte

Westrandbrücke
Westrandbrücke

Regionalverkehrsplanung Westrandbrücke

Die Westrandbrücke wird vom Regionalverband Stuttgart als wichtiges lokales Projekt eingestuft. Eine umfassende Verbesserung der Verkehrsverhältnisse im Raum nordöstlich von Stuttgart wird nicht erreicht. Dei Investitionskosten liegen bei 20 Mio €. Die Brücke ist für 2 Fahrstreifen geplant. 2017 Regplan Westrandbrücke

Ein erster Entwurf der Westrandbrücke
Ein erster Entwurf der Westrandbrücke

Erster Entwurf der Westrandbrücke

Die Brücke ist dreispurig ausgelegt und die Auffahrten sind vierspurig geplant, um den Abbiegerverkehr auf die L1100 möglich zu machen. Der Kreisverkehr auf der Schlossbergseite wird wahrscheinlich eine weitere Spur erhalten müssen, um den Verkehr von Winnenden einfädeln zu lassen, da dieser sonst vom dominierenden Verkehr aus Richtung Fellbach blockiert würde. Beim Kreisverkehr auf der Neckargröningerseite sehen wir das Problem, dass der Verkehr aus Richtung Hochberg bei starkem Verkehr in Richtung Ludwigsburg an der Einfahrt in den Kreisverkehr gehindert wird. Argumente gegen eine Westrandbrücke   

  1. Technische und landschaftliche Aspekte
  • Die neue Brücke muss in eine Höhe von ca.12 Metern über die L1100 geführt werden, da die Oberleitungen der Stadtbahn überbrückt werden müssen.
  • Höhe Oberleitung             7 Meter
  • Abstand zur Oberleitung 1 Meter
  • Brückenkasten                   3 Meter
  • Belag / Geländer               1 Meter
  • Die Auf- und Abfahrten der L1100 müssen sehr aufwendig gestaltet werden, da hier das Gelände sehr steil ansteigt. Der hierfür benötigte Flächenverbrauch beträgt ca. 7 bis 8 ha.
  • Die Breite des Brückenkörpers wird auf 3 Spuren erweitert, was einen Zuwachs auf 20 Metern (heutige Brücke 10 Meter) bedeutet.
  • An den Enden des Komplexes werden die Straßen auf 5 Spuren erweitert, um einen zügigen Zu- und Abfluss des Verkehrs sicherzustellen.
  • Für die Trassenführung sind erhebliche Erdarbeiten notwendig. Auf der Aldinger-Seite müssen die Auf- und Abfahrten eingegraben und auf er Schlossberger-Seite eine Rampe aufgeschüttet werden.
  • Auf dem uns vorliegenden Plan ist die Anbindung der „Meslay-Du-Maine-Straße“ nicht eingezeichnet. Das Jugendhaus steht isoliert auf einer Verkehrsinsel und die Gemeindehalle Neckargröningen muss einer Auffahrt weichen.
  • Die hier angegebenen Maße beziehen sich auf die Annahme, dass eine zweite Brücke (NOR) außerhalb von Remseck gebaut wird. Ist dies nicht der Fall, besteht die Planung, die Dimensionen des Bauwerks erheblich auszuweiten. Der Brückenkörper wird dann z.B. auf 5 Fahrspuren ausgeweitet.
  • Fazit: Diese Brücke verschandelt die Landschaft.

 

  1. Umwelt Aspekte
  • Die Auffahrten der Westrandbrücke für die Landstraße L1100 werden durch eine Grünzäsur gelegt und belegen ca. 7 bis 8 ha.
  • Die Auffahrt auf der Seite des Schlossbergs zerschneiden diese Grünzäsur ebenfalls.
  • Diese Grünzäsur ist im Flächennutzungsplan als Frischluftkorridor für Aldingen ausgewiesen.

 

  1. Städtebauliche Aspekte
  • Die Neue Mitte soll der Nukleus einer Stadtentwicklung der Stadt Remseck sein.
  • Die Westrandbrücke teilt Remseck und trennt Aldingen von der Gemeinde.
  • Falls die Neue Mitte ein Erfolgsmodell wird, verhindert die Westrandbrücke die langfristige Erweiterung der Stadt entlang des Neckars über das Jahr 2030 hinaus, da diese wie ein Riegel wirkt.
  • Die Westrandbrücke entspricht in der jetzigen Planungsvorlage nicht einer Brücke für den innerstädtischen Verkehr, sondern platziert den überregionalen Verkehr in die Mitte von Remseck.

       

  1. Verkehrsentwicklung
  • Da die Westrandbrücke dreispurig und damit verkehrstechnisch optimiert wird, ist mit erheblich mehr Verkehr zu rechnen.
  • Bereits heute fahren über die bestehende Brücke 30 bis 40 000 Fahrzeuge. Es muss damit gerechnet werden, dass das Verkehrsaufkommen um 20 % steigt.
  • Der heutige Anteil an LKWs beträgt ca. 20% was dem dreifachen einer normalen Landstraße entspricht. Dies zeigt darauf hin, dass diese Straße überregionalen Charakter hat.
  • Laut einer Studie des Bundesverkehrsministeriums wird das Transportaufkommen auf den Straßen um bis zu 80% steigen. Das heißt, erheblich mehr Belastung kommen auf die Westrandbrücke zu.
  • Fazit: Die Westrandbrücke wird den Überregionalen Verkehr vermehrt anziehen und damit zu einem Ersatz für den Nord-Ost-Ring.

 

  1. Emissionen
  • Es ist mit erheblich höheren Schallbelastungen der Wohngebiete Halden und Schlossberg zu rechnen, ebenso ist das neue Wohngebiet Neue Mitte südlich des Neckars betroffen. Da sich Schallwellen bekanntlich nach oben ausbreiten und der in 12 Metern Höhe über die Westrandbrücke fahrende Verkehr keine Schalldämmung zulässt.
  • Die Emissionen an CO2, NO2 und Feinstaub sind schwerer als Luft und fallen daher von der Rampe auf der Schlossberger-Seite ungebremst in das Wohngebiet der Neuen Mitte.
  • Durch den zunehmenden Verkehr ist damit zu rechnen, dass die heute schon überschrittenen Grenzwerte nochmals ansteigen werden.

Zusammenfassung

  • Die Westrandbrücke muss unter allen Umständen verhindert werden.
  • Unabhängig ob ein Nordostring gebaut wird, ist die Westrandbrücke keine Lösung für die langfristige Entwicklung der Stadt.
  • Lösungsansatz: Überregionalen Verkehr aus Remseck heraushalten
  1. Bau einer Neckarquerung auf Höhe Hornbach/Depot
  2. Bau einer Nordumfahrung Aldingen
  3. Danach Ausbau und Nutzung der bestehenden Brücken (heutige Brücke und Schleusenbrücke) für innerstädtischen Verkehr und ÖPNV.

 

Westrandbrücke belastet Fellbach
Westrandbrücke belastet Fellbach

Bei dem Bau einer Westrandbrücke in Remseck wird der große Verlierer die Gemeinde Fellbach werden.

  • Der aus Norden kommende Verkehr, mit dem Ziel Remstal bzw. B29/B14 nimmt heute die Brücke in Remseck und zukünftig die Westrandbrücke. Unabhängig davon, ob die Remstalstraße in Remseck gesperrt wird, wird der Verkehr der Westrandbrücke durch einen Kreisverkehr in Richtung Oeffingen/Fellbach gelenkt werden.
  • An der Kreuzung nach dem Sportplatz Oeffingen ist die Straßenführung so gestaltet, dass der Verkehr durch eine Einfädelspur in Richtung Fellbach geleitet wird. Zwangsläufig wird dieser die Höhenstraße und den Stadttunnel in Fellbach nehmen, um die B29/B14 zu erreichen (blaue Straßenführung).
  • Der aus dem Remstal kommende Verkehr wird den Weg über die L1142 in Richtung Hegnach nehmen und in Hegnach auf die K1854 abbiegen, um an der Kreuzung Oeffingersportplatz wieder auf die 1197 in Richtung Westrandbrücke zu fahren (türkise Straßenführung).

Die Rampe der Westrandbrücke zerstört die Grünzäsur neben dem Kriegerareal

Unabhängig von der Breite der Westrandbrücke

  1. 10 Meter 2 Spuren für den innerstädtischen Verkehr
  2. 19 Meter 3 Spuren + Radweg mit zweiter Brücke (z.B. NOR)
  3. 26 Meter 5 Spuren + Radweg ohne zweite Brücke

muss diese in 12 Meter Höhe über die L1100 (210 NN) geführt werden, um die Oberleitung der Stadtbahn zu überbrücken.

  • 7 Meter Oberleitung
  • 1 Meter Abstand zur Brückenunterseite
  • 3 Meter Kastenbrücke
  • 1 Meter Belag/Geländer

Die Brücke fällt von diesem Niveau (210 NN + 12) dann kontinuierlich auf die Höhe der L1197 (212 NN) ab und mündet in diese ein.  

Maßstabgerechte Zeichnung der Westrandbrücke mit Rampe
Maßstabgerechte Zeichnung der Westrandbrücke mit Rampe

Die Rampe der Westrandbrücke riegelt die Neue Mitte ab.

Auf dem Talgrund (206 NN) der Grünzäsur muss eine Rampe aufgeschüttet werden, die bis etwa zum Neckardamm reicht und hier auch als Auflage für den Brückenkörper dient. Diese Rampe steigt von der L1197 bis zur Auflage des Brückenkörpers an und erreicht hier eine Höhe von 12 Meter über Talgrund (206 NN + 12).

Maßstabgerechter Querschnitt der Rampe vor dem Neckardamm
Maßstabgerechter Querschnitt der Rampe vor dem Neckardamm

Die Westrandbrücke hat gewaltige Dimensionen

Wenn man Alternative 2 als Beispiel nimmt, ist die Rampe an dieser Stelle dann 12 Meter hoch, am Sattel 19 Meter und an der Basis 45 Meter breit. Für Alternative 1 verringert sich die Basis auf 36 Meter und für Alternative 3 erhöht sich die Basisbreite auf 52 Meter. Zum Vergleich, das Haus der Bürger ist 15 Meter hoch und ca. 15 Meter breit.